Longis Loge ✨

🜄 Zeichen im Wasser

🜄 Zeichen im Wasser

Salz auf der Haut, Wind im Gesicht 
ließ vieles los, brauchte nicht mehr viel Gepäck
Morgens, Zweige im Licht und die Straßen im Blau 
Die Wellen trugen mich wie Glitzerfunken im Raum
 
Die Schritte im Sand, nur der Atem im Takt
Und die Tage waren Wasser, das dir keiner verpackt
Die Wärme im Licht - still in meiner Sicht
(drop) 00:25

Die Gitarre, Einkaufsmeile und der offene Hut
Die Münzen wie ein Regen abendsommerlicher Flut
Die Stimmen im Kreis, heiteres Lachen im Park
Vertraute Gefühle assimilierten am Tag

Meine Saiten auf Holz und der Takt meiner Schuh’
Selbst wenn'ne Saite fehlte wurd da groove rausgeholt
Fremde Menschen blieb’n stehen und ihr Nicken im Wind
Meine Reime wie Vögel, die lächelnd weggeflogen sind

Slackline am Morgen, Barfuß im Gras
Tai Chi im Kreis, jeder Atem im Maß
nichts war geplant und doch fiel mir es zu
als würd das Leben mich tragen wie die goldene Flut

Ich schlief unter Sternen und der Sand war mein Bett
Und die Worte fielen leise wie Tau in mein Heft
Mein Magen blieb leer, doch das Wasser im Glas
Die Rippen wie Zweige und der Morgen so klar

Die Jahre zogen weiter, doch etwas blieb hier
Wie das Salz meiner Haut und das Leuchten in mir
Wobei auch Wege sich schließen und die Nächte zu laut
Fließt da trotzdem das Wasser noch in meiner Haut

Irgendwo über Wolken, da gedruckt ein Gesicht
zwischen Seiten aus Papier, schließlich fand das Leben mich 
eine Hand schickt mir Grüße von fern über’s Meer
Holz trägt diesen Namen – der verborgene Seher

PAUSE 01:32
Kein Hafen da draußen, nur die Ruhe im Strom
Und ich trug keine Krone, doch die Info davon
Denn der Wind war mein Lehrer und die Stille mein Rat
und jeder einzelne Verzicht machte mich innerlich satt

Ich lernte zu lauschen statt laut zu besteh’n
Und ich lernte im Kreis, nicht nur geradlinig zu geh’n
Denn wer weniger besitzt, trägt leichter sein Licht
(drop) 01:45

Die Zeichen durch Flüsse, abstrakt, wie Beige um Blau
Durchzogene Strukturen – Alte Runen darauf
Wenig ist mein Eigentum und vage das Ziel
Nur eigene Erkenntnisse und ferne Länder in mir 

Und heute, wenn die Zweifel wie Wellen sich dreh’n
dann hör ich trotzdem das Meer unter all dem besteh’n
da ist kein Kampf mehr im Blut und kein Drängen im Sinn
da ich weiß, dass ich Teil von dieser  Strömung bin

Die Zeichen im Wasser, sie verschwimmen im Lauf
doch wer sie einmal las, der gibt sie nicht mehr auf
Das leben im Atem und im Takt meiner Schuh’
sowie das Lachen im Park und das einfache Du

Und wenn sich die Wege im Dunkeln verlier’n
wird mich dann wieder der Fluss bloß regier'n
denn alles, was damals so leise geschah
trägt mich noch bis heute – so klar wie es war
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