🜾 Die Tiefenforschung Tanzende Partikel formen feine Struktur Ein beleuchteter Bismuth-Saal baut Stufen zur Kontur Messing schimmert leise, die Fläche unterhält sich mit der Uhr Zeit tropft von den Wänden, tickt in flüssiger Natur Staub tanzt im Projektor, zieht Spiralen auf dem Flur Zwischen Glas und Schatten sucht die Erkenntnis ihre Spur Schritte hallen seidig über Parkett aus Azur Jeder Herzschlag schwingt im Takt – Eleganz pur Formeln flackern stumm wie Runen alter Partitur Gold bricht sich in Prismen, das Farbenspektrum pur Schicht um Schicht erwächst die Stadt aus metallischer Skulptur Und im Kern der Dinge schläft die Antwort – still und stur Finger streifen Messing, kalt wie ferne Umlaufbahn Jeder Schritt ist wie ein Echo, das die Nacht nicht halten kann Und tief im Kern, wo Licht in dunkle Adern sinkt schlägt etwas – langsam – das genau wie Ursprung klingt Kronleuchter flirren wie gefangene Galaxien Als im Spiegelsaal hermetisch Kristalle sich verzieh’n Metalle kristallisieren – wissenschaftlicher Tanz Wie der Zwischenzustand sich verhärtet – das ist Empirie PAUSE Treppenkristalle staffeln neue Szenerien Der Kronleuchter empfängt das Licht durch kühle Geometrie Jeder Schritt ein Messwert zwischen Traum und Theorie Ich wandle im Kern der Dinge – zwischen Logik und Logie Lass das Licht sich ziehen durch die Form Ich geh die Stufen weiter durch die metallene Stadt jeder Schritt zieht Linien, da wo vorher keine waren Wände falten sich wie Atem unter eisigem Gang als würd’ das Erz mich kennen, flüssigen Herzschlag tragen Treppen unter Füßen, jede Kante folgt mir nach Messing wird zu Haut, und jede Form wird weich und wach Städte falten sich wie Skizzen, wenn mein Blick sie neu vermisst als wär’ die Welt nur das, was mein Verstand gerade ist