đ Standfest
Nach Wasser und Wind war mein Umriss verschwommen
Die alte Version von mir hat kaum noch stattgefunden
schrieb in die Stille, doch die Antworten blieben doch leer
als hĂ€tten sich die Wege geschlossen â still hinter mir
also legte ich Soziales mal eben zur Seite
nicht weil ich so kalt war â sondern nur damit ich bei mir bleibe
lernte stehen ohne Echo, ohne Netz, das Gesetz
Schritt fĂŒr Schritt im rauen Viertel, endlos gegebene Tests
Menschen kamen und gingen Mitbewohnis durch diese TĂŒr
jedes gegebene Leben wohnte zeitweise bei mir
doch ich blieb der ruhige Punkt im halb geschlossenen Raum
hielt die WĂ€nde, Resonanz, trotz Stimmen-Bombardement
Da, das Unrecht â AG, Netz, Verwaltung â gegen mich stand
fand Resilienz ohne Echo oder Netz in mir statt
fĂŒnf Jahre Liebe in Beton und das Licht durch's Gesicht
dieser Ort kennt mein selbst â In Brandung stehender Fels
zwischen Verstandes-KĂ€mpfen und dem zunehmenden Gewicht
hab ich gelernt still zu atmen, Schritt fĂŒr Schritt spĂŒr ich Licht
die Parolen wĂ€r'n nicht von mir, nur das leise Verstehân
dass selbst brĂŒchige Wege in heile StraĂen ĂŒbergehân
hab den LĂ€rm ziehen lassen wie den Staub aus dem Raum
jede Stille wurde Boden fĂŒr Vertrauen im Traum
und je weniger Halt von auĂen noch ĂŒbrig blieb
desto klarer spĂŒrte ich, was mich im Innern noch trieb
hab gelernt meine Narben wie Karten zu lesen
viele Linien sehr verstaubt, doch ich wÀr da gewesen
denn StabilitÀt wÀchst nicht im sicheren Land
sondern dort, wo du bleibst, auch mit zitternder Hand
PAUSE 01:24
und ich seh jetzt, wie die Jahre sich leise verziehân
wie die Spuren im Sand, die im Gehen entstehân
Da ist kein Kampf mehr im RĂŒcken, nur der Atem im Takt
weil der Boden mich hÀlt, wenn der nÀchste Schritt wagt
Ich hab gelernt, dass dieser Halt nicht im AuĂen beginnt
sondern dort in dem Raum wÀchst, den du selber bestimmst
Und jede Stille ist das Zeichen, dass das Leben noch flieĂt
Und so trag ich den Körper, Schwefel, gutes Gewissen
diese StraĂen und WĂ€nde, vertraut, sie kennen mein Licht
jede DÀmmerung und Nacht erzÀhlt auch meine Sicht
und egal, wohin die Wege sich kĂŒnftig noch drehn
bleibt ein Teil meines Herzens hier doch leise bestehân
und so geh ich jetzt weiter und bleibe zugleich
denn Standfest heiĂt wachsen, nicht starr sein im Gleich
was mich formte, trÀgt weiter, auch wenn Zeit sich verschiebt
weil der Boden mich kennt â und mein Schritt ihn noch liebt